Veranstaltungen und Tagungen

Die LWL-Archäologie für Westfalen veranstaltet jährlich die Tagung "Archäologie in Westfalen-Lippe". Sie lädt Fachleute, verwandte Wissennschaften, in ihrer Freizeit der Archäologie Verbundene und alle am Erhalt der Zeugnisse unserer Vergangenheit Interessierte zur Diskussion darüber ein, was der heimische Boden im vergangenen Jahr offenbart hat: neue Fundstellen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, ebenso überraschende wie interessante Funde und Befunde.

Darüber hinaus gibt es regelmäßig weitere Veranstaltungen und Tagungen zu Themen der Archäologie: von der Nachwuchs- bis zur Sondengängertagung, vom Denkmalrecht bis zur Tagung von Fachleuten aus der Restaurierung oder den Museen.



RÜCKBLICK

Darüber haben wir diskutiert und informiert:

83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung

360 Archäologen aus ganz Europa in Münster

Vom 18. bis 20. September 2016 fand in Münster die 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (NDWV) statt. Rund 360 Teilnehmer – darunter Archäologen aus der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Schweden und Estland – waren zu Gast. 131 Vorträge deckten ein breites Spektrum an Themen ab. Unter dem Motto „Archäologische Defizite – Forschungslücken, methodische Grenzen oder Abbilder historischer Wirklichkeit?“ wurden offene Fragen der Forschung beantwortet und neue Projekte geplant.

Münster ist als Forschungsstandort auch unter Archäologen ein Begriff, weshalb der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seiner Altertumskommission für Westfalen und den LWL-Archäologen sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Organisation der Tagung übernahm. LWL-Direktor Matthias Löb empfing die Archäologen am 18. September im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Auch Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, und Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident des Deutschen Verbandes für Archäologie, hießen die Tagungsgesellschaft am 19. September im Stadtweinhaus willkommen.

Die Organisatoren der Tagung unter Leitung von Dr. Vera Brieske stellten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine: Die Vorträge fanden in Hörsälen des Fürstenberghauses in Münster statt. Die Themen reichten von der Jungsteinzeit bis zur Neuzeit, von Westfalen bis zur Mongolei, von der Burgruine bis zur Globalisierung. Verbands- und Plenumssitzungen wechselten sich mit Stadt- und Museumsführungen sowie Exkursionen ab. Eine historisch-archäologische Erkundungstour durch Münster, eine Museumsführung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur sowie abschließende Exkursionen ins nördliche und westliche Münsterland machten archäologische Theorie praktisch anschaulich.

Die Arbeitsgemeinschaften des Verbandes vom Neolithikum über die Bronzezeit, Eisenzeit und Spätantike bis hin zur Deutschen Gesellschaft für die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie die Arbeitsgemeinschaft "Boden und Archäologie" tagten ebenfalls.


Abstracts der Vorträge können online eingesehen werden.

 


Der Tag des offenen Denkmals auf der Holsterburg

Tag des offenen Denkmals 2016

Besucherandrang bei aktuellen Ausgrabungen

Wann hat man schon mal Gelegenheit, Ausgrabungen live mit zu verfolgen und an Orte vorzudringen, wo sich sonst nur Archäologen tummeln? Natürlich am Tag des offenen Denkmals. Auch wir öffneten am 11. September unsere Pforten – nicht nur dort, wo ganzjährig ein buntes Programm auf die Besucher wartet.

Neben unseren Museen in Herne, Haltern und Paderborn war auf der Holsterburg bei Warburg, bei Ausgrabungen der Stadtarchäologie Paderborn am Landeshospital und auf der Falkenburg bei Detmold Archäologie hautnah zu erleben. Der Andrang war groß: Rund 460 Besucher erklommen die Falkenburg, auf der Holsterburg waren es etwa 270. Dabei wollten vor allem die Menschen aus der Region schauen, was es in der Nachbarschaft Altertümliches zu entdecken gibt. Vielen war es aber auch eine kleine Reise wert.

"Gemeinsam Denkmale erhalten" lautete in diesem Jahr das Motto des bundesweiten Tages des offenen Denkmals, koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Auf dem Programm standen Führungen, Rundgänge und besondere Angebote. So waren die zuständigen Archäologen selbst vor Ort und standen mit fachkundigen Informationen, aber auch Anekdoten rund um die aktuellen Ausgrabungen Rede und Antwort. Zudem war vielfach mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt. Spezielle Aktionen und Vorführungen für Kinder sprachen auch die kleinen Besucher an. An den Fundorten selbst waren festes Schuhwerk und zum Sonnenschutz umfunktionierte Regenschirme hilfreich.

Auch am Tag des offenen Denkmals 2017 hält der LWL die Besucher über die aktuellen Ausgrabungen auf dem Laufenden.


Kunstvoll: 2. Tag der Megalithik in Westfalen

Im LWL-Museum für Archäologie

Einige von ihnen sind erst im vergangenen Jahr neu entdeckt worden und gehören zu den ältesten in Mitteleuropa: Die Darstellungen von Rindern und Rindergespannen auf den Megalithgräbern von Warburg sind nicht einfach nur Bildzeichen, sondern echte Kunst. Am 24. April war die Altertumskommission für Westfalen im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu Gast und vermittelte von 11 bis 18 Uhr in der Dauerausstellung und im Forscherlabor einen ganz anderen Blick auf die Megalithkunst.

Es gab Führungen, Megalithkunst zum Selbermachen, einen virtuellen Flug über die Megalithbauten in Europa und einen ganz besonderen Sprachkurs: "Megalithisch-Deutsch - Deutsch-Megalithisch" zum Mitdiskutieren über aktuelle Forschungsfragen über Bestattungsriten oder über die Bedeutung der Megalithikkunst.

Am Tag der Megalithik beteiligen sich europaweit viele Partner der Europäischen Kulturstraße "European Route of Megalithic Culture".

Das vollständige Programm gibt es hier.

Ein visueller Rückblick


Tagung "LWL-Archäologie in Westfalen-Lippe 2016"

Volles Vortragsprogramm in der Speicherstadt

Weder Schneechaos noch vereiste Straßen konnten die knapp 400 angemeldeten Gäste aus allen Landesteilen abhalten: Der Vortragssaal in der Speicherstadt platzte am 7. März 2016 fast aus allen Nähten. Schließlich hatte das prall gefüllte Programm auch einiges zu bieten. Die Bandbreite der 14 Themen reichte von den steinzeitlichen Sloopsteenen über Glockenguss bis zur Rekonstruktion einer römischen Kline und der Kooperation mit Sondengängern.

Wenngleich der Weg nach nach Münster für viele einer echten Odyssee glich, war die Stimmung einmal mehr einzigartig. Angeregte Diskussionen gab es an den Info- und Bücherständen, am Büffet und in den Pausen zwischen den Vorträgen. Gesprächsstoff bot die Tagung  reichlich. Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale wies in ihrem Vortrag auf die weltweiten und auch regionalen Gefahren für den Erhalt unserer Kulturgüter hin. Dr. Thomas Otten vom Landesministerium zeigte auf, das bei allen Erfolgen die Evaluieren des Denkmalschutzgesetzes eine weitere Herausforderung für die Archäologie darstellen wird.

Einen Überblick über die spannenden Vortragsthemen gibt das Programm.

Grußworte, Abschiedsgeschenke und gute Stimmung bei der Jahrestagung 2016. Fotos: S. Brentführer

Nachwuchstagung 2015

Jungarchäologen haben das Wort!

Es ging mitten hinein in eisenzeitliche Siedlungen, in die Höhlen in Südwestfalen, in kuriose römische Bauwerke aus Lippelagern, in Wüstungen, ins mittelalterliche Paderborn, in die latènezeitliche Eisenproduktion, in Siedlungen der Völkerwanderungszeit und ins archäologische Museum. Bei der Nachwuchstagung war der Querschnitt der Themen vielfältig und der Mut der angehenden Archäologen groß. Ob Masterarbeit oder Dissertation: Am Rednerpult entwickelt alle Teilnehmer spannende Thesen und interessante Fragestellungen. Eine tolle Möglichkeit, sich vor einem größeren Fachpublikum auszuprobieren, über die eigenen Forschungen auszutauschen und sich mit anderen Wissenschaftlern zu vernetzen. Gemeinsam ging es auch in den Römerpark Aliso des LWL-Römermuseums, um den Nachbau von Holz-Erde-Mauer und Westtor in Augenschein zu nehmen und sich über die weiteren Pläne zu informieren.


III. Westfälischer Kulturlandschaftskonvent

Am 3. November 2015 im LWL-Landeshaus in Münster

Die Kulturlandschaft kann eine wesentliche Grundlage für die touristische Entwicklung sein und trägt vielfach als weicher Standortfaktor zur Wirtschafts-, Regional- und Kommunalentwicklung bei. Die Bewahrung der historischen Elemente spielt dabei eine wesentliche Rolle. Kulturlandschaften sind tourismuswirtschaftliches Kapital. Grund genug, das Bewusstsein für die Werte und Potenziale der historischen Kulturlandschaft zu schärfen und eine geeignete Grundlage für dessen Vermarktung zu schaffen. Denn der Tourismus trägt in großen Maßen dazu bei unser kulturelles Erbe zu schützen, zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Dieses Ziel setzt sich der III. Kulturlandschaftskonvent am 3. November im LWL-Landeshaus in Münster, bei dem auch archäologische Themen und Projekte vorgestellt und diskutiert werden.

Das Programm ist vielseitig.
Weitere Informationen gibt es hier.


Quo vadis Denkmalrecht? Kulturerbe zwischen Pflege und Recht

Tagung vom 15. bis 17. Juli 2015 in Münster

In den letzten Jahren hat sich die Rechtsprechung zum Denkmalrecht bundesweit – auch in der Frage der Verbindlichkeit von völker- und europarechtlichen Vorgaben – erheblich weiterentwickelt. Rechtsfragen der Bau- und Bodendenkmalpflege sind seit Jahren nicht mehr in einer gemeinsamen öffentlichen Tagung diskutiert worden.
Die Kooperationspartner wollten mit der hochkarätig besetzten Veranstaltung den fachlichen Austausch zu aktuellen Fragen an der Schnittstelle zwischen Denkmalpflege und Recht voranbringen.
Eingeladen waren Juristen aus Behörden, Verbänden und Ausbildungsstätten, Richter und Rechtsanwälte sowie Architekten, Denkmalpfleger, Archäologen, Denkmaleigentümer und interessierte Bürger.

Organisiert wurde die Tagung vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).


Tagung "Archäologie in Westfalen-Lippe 2015"

Die Archäologie hat auch in Westfalen und Lippe eine stetig wachsende Fangemeinde. 14 Redner nahmen die Gäste am 9.3.2015 mit auf eine spannende Reise durch alle Epochen und Regionen des Landes. 

Dass schon die ersten Siedler der Steinzeit in der Soester Börde Zäune aufstellten, verrieten die Vorträge ebenso, wie sie zu einer spannenden megalithischen Schnitzeljagd einluden, den Platzmangel der Römer entlarvten, Silber aus dem ältesten Bergbau des Siegerlands zu Tage förderten und dem Adel gleich mehrfach archäologisch auf der Spur waren. Ob neueste Münzschatzfunde,  Archäologie aus der Luft oder im Schlamm versunkene Stadtstrukturen in Paderborn: Die Vorträge waren ebenso vielseitig wie das zurückliegende archäologische Jahr.


Suchen - Sammeln - Forschen

Sondengängertagung 2014

Am 29. November fand im LWL-Museum für Archäologie in Herne die Sondengängertagung 2014 statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zusammen mit Archäologen, ehrenamtlichen Sondengängern und Geschichtsinteressierten über archäologische Themen und aktuelle Gesetzesänderungen diskutiert.

Dem Programm der Sondengängertagung 2014 können Sie den Ablauf und die einzelnen Vorträge entnehmen.


Tagung "Archäologie in Westfalen-Lippe 2014"

Rekordbesucherzahl zur Jahrestagung

Ein kleines Jubiläum feierte die LWL-Archäologie für Westfalen am 21.3.2014 mit ihrer fünften Jahrestagung und einer Rekordbesucherzahl. Mehr als 350 Gäste, darunter Archäologen, Wissenschaftler der Universitäten aus Münster, Köln und Bochum sowie viele ehrenamtlich im Bodendenkmalschutz Engagierte, wollten das spannende Programm nutzen und sich untereinander austauschen. Denn auch 2014 standen neben den Ergebnissen der neuesten Ausgrabungen, Forschungsprojekte und Funden auch aktuelle politische Entwicklungen zur Diskussion.

Zum Programm der Tagung 2014