Zentrales Fundarchiv

Das Zentrale Fundarchiv bietet für die archäologischen Funde der vergangenen rund 140 Jahre aus ganz Westfalen-Lippe einen geschützten Ort mit optimalen klimatischen Bedingungen. Hier werden sie für nachfolgende Auswertungen, Forschungen oder für Ausstellungen in den Museen fachgerecht verwahrt. Es handelt sich um das größte archäologische Archiv in Westfalen.

Wo in der Speicherstadt in Münster in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts Getreide und andere Lebensmittel gelagert wurden, finden sich im Hauptdepot auf 1.670 m2 Depotfläche über drei Etagen ideale Voraussetzungen für die Archivierung der sensiblen Artefakte. Die Böden  des Hauses sind auch heute für die hohe Belastung perfekt geeignet.

Im Hauptdepot werden auf 8.530 laufenden Regalmetern Funde aus Keramik, Silex oder Stein fachgerecht aufbewahrt. Hier gibt es Platz für rund 150.000 säurefreie Normkartons, in denen die Artefakte gelagert werden. Für Funde aus Metall und Glas oder aus organischen Materialien sind Sonderdepots eingerichtet worden. Ein Nassholzlager ergänzt das umfangreiche Lagerangebot für Objekte mit besonderen Ansprüchen. In einer Datenbank werden die wichtigsten Daten zu den verwahrten Objekten vom Fundort bis zum Fundjahr barcodegestützt erfasst. 

Die ältesten archivierten Artefakte stammen aus den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts. Aber auch zahlreiche Einzelfunde gehören zum Bestand des Archivs wie Sammlungen privater Finder.