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... auf dem Blog der LWL-Archäologie für Westfalen. Mit unseren Beiträgen informieren wir über unsere Arbeit, über die aktuellsten Ausgrabungen und neuesten Erkenntnisse aus allen Regionen Westfalens und allen Fachgebieten.
 
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf viele Besucher sowie angeregte Diskussionen!

Jetzt im Handel: Die neue "Archäologie in Westfalen-Lippe"

3 Fragen an Prof. Dr. Michael M. Rind

Aktuelles aus der "Archäologie in Westfalen-Lippe 2016"

Der neue Jahresrückblick der „Archäologie in Westfalen-Lippe“ ist da! In 81 Beiträgen informieren 98 Autorinnen und Autoren über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und die größten Ausstellungen Westfalens im Jahr 2016. Anlass genug, um einen kurzen Blick auf das Buch zu werfen und mit dem Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael M. Rind, zu sprechen.

Prof. Dr. Michael M. Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen

1. Das wichtigste vorweg: Was ist auf dem Umschlag?

Zu sehen ist das Fragment eines Levallois-Kerns, ein typisches Artefakt aus der Zeit des Neandertalers. 45.000 bis 60.000 Jahre ist er alt und damit der älteste Fund aus dem Kreis Olpe. Lange hat man nach Spuren der Neandertaler im südlichsten Teil Westfalens gesucht und nichts gefunden. 2016 stieß Gilbert Schmelter bei Lennestadt auf diesen absoluten Highlight-Fund. Der musste dann natürlich auf das Cover der „Archäologie in Westfalen-Lippe 2016“.

2. Um die 160 Grabungen betreut die LWL-Archäologie im Jahr. Wie treffen Sie aus der Vielzahl der Funde eine Auswahl?

Das fällt uns jedes Jahr schwer. Natürlich gibt es einige Funde, Methoden und Projekte, die sich geradezu aufdrängen. Das war 2016 neben dem Levallois-Kern der erste Fall von Unterwasserarchäologie für die LWL-Archäologie im Eggegebirge oder eine Kooperation mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut in Wien, die längerfristig zum Aufbau einer eigenen Prospektionsabteilung führen soll.

Hinzu kommen „kleine“ Entdeckungen, die für die Geschichte einer Stadt oder Region von großer Bedeutung sind. Auch denen möchten wir eine Bühne geben. Dazu zählen zum Beispiel unsere vielen Ausgrabungen in mittelalterlichen Stadtkernen wie Burgsteinfurt, Castrop-Rauxel oder Dülmen, die von unschätzbarem Wert für die Stadtgeschichtsforschung sind, oder der Nachweis der bislang ältesten Eisenverhüttung Westfalens in Recke (Kreis Steinfurt).

3. Wie halte ich mich über die Arbeit der LWL-Archäologie auf dem Laufenden?

Natürlich über unsere Website, Facebook und den Blog. Wer es genau wissen will, sollte in unsere Publikationen schauen. Unsere Reihe „Archäologie in Westfalen-Lippe“ bietet einen guten Überblick. Erhältlich ist sie  im Handel oder in unseren Museen. Nur ein Jahr nach der Veröffentlichung eines neuen Bandes stehen alle Aufsätze auch online im Open Access zur Verfügung – zurzeit ganz frisch die „Archäologie in Westfalen Lippe“ 2015. 80.000mal wurden die Aufsätze aller Bände seit 2009 bisher heruntergeladen. Das große Interesse freut uns natürlich sehr!


Zum Buch:

Archäologie in Westfalen-Lippe 2016
Herausgegeben von der LWL-Archäologie für Westfalen und der Altertumskommission für Westfalen
340 Seiten, durchgehend farbig bebildert
Langenweißbach 2017
ISBN 978-3-95741-074-0
ISSN 2191-1207
19,50 Euro

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