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Das Zentrale Fundarchiv...

...bietet für die archäologischen Funde der vergangenen rund 140 Jahre aus ganz Westfalen-Lippe einen geschützten Ort mit optimalen klimatischen Bedingungen. Hier werden die Funde für nachfolgende Auswertungen, Forschungen oder für Ausstellungen in den Museen fachgerecht verwahrt. Es handelt sich um das größte archäologische Archiv in Westfalen.

Wo in der Speicherstadt in Münster in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts Getreide und andere Lebensmittel gelagert wurden, finden sich heute im Hauptdepot und mehreren Sonderdepots auf mehr als 2.000 m2 Depotfläche ideale Voraussetzungen für die Archivierung der sensiblen Artefakte.

Die ältesten archivierten Artefakte stammen aus den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts. Aber auch zahlreiche Einzelfunde und Sammlungen privater Finder:innen gehören zum Bestand des Archivs.

Mehrere Regale im Fundarchiv, die bis unter die Decke voll sind mit Kartons (Foto: LWL/S. Brentführer).

Leihverkehr

Die archäologischen Funde und Artefakte aus Westfalen und Lippe werden häufig von großen und kleinen deutschen wie internationalen Museen und Sammlungen für ihre Sonder- und Dauerausstellungen ausgeliehen. Hier bietet das Zentrale Fundarchiv Beratung in Ausstellungsfragen, zur Exponatauswahl und die Verwaltung der Leihanfragen.

Wenn Sie eine Leihanfrage an uns richten, teilen wir Ihnen gern die für eine Ausleihe nötigen klimatischen und restauratorischen Anforderungen mit.

Kontakt

Mehrere kleine Schlüssel aus dem Mittelalter in den unterschiedlichsten Formen

Digitale Fundbeschriftung

Seit 2014 übernimmt eine computergesteuerte Maschine die einst mühselige Beschriftung von Funden für die Archivierung. Ein PC steuert zwei Tintenstrahldrucker, die die Inventarnummern in schwarzer oder weißer Farbe auf die Objekte auftragen.

2014 startete das für die LWL-Archäologie besondere Inklusionsprojekt.

Bei der Anlage handelt sich um eine Weiterentwicklung eines Fundbeschriftungsgerätes, das bereits im Landesamt für Archäologie Sachsen in Dresden eingesetzt wird.

Zwei Menschen beschriften mit einer Maschine Keramikscherben (Foto: LWL/J. Schubert).