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Restaurierung

Archäologische Funde kommen aus der Erde, die den Artefakten im Laufe von Jahrtausenden, Jahrhunderten oder Jahrzehnten Schäden zufügen kann. Die Objekte sind deshalb häufig fragil, ihre ursprüngliche Form und Funktion ist oft nicht mehr zu erkennen. Restaurator:innen bewahren nicht nur die Zeugnisse unserer Vergangenheit durch Methoden der Festigung und durch Zusammenfügen vor dem Verfall. Sie sind auch als Spurenleser:innen und Detektiv:innen auf der Suche nach Informationen: Sie lesen die Funde.

Geheimnisse lüften...

Wenn Fragmente zusammengefügt, mit chemischen Mitteln gefestigt und erhalten werden, machen unsere Restaurator:innen viele Funde überhaupt erst wieder „lesbar“. Sie können Spuren von Werkzeugen oder des Gebrauchs aufspüren und mit Materialanalysen herausfinden, aus welchen Stoffen die Objekte hergestellt wurden, wie sie ursprünglich aussahen, welche Herstellungstechniken angewendet wurden, wie alt sie sind und wie sie benutzt wurden. Das ist sogar bei kleinen Bruchstücken möglich.

Kontakt

Ausstellungsaufbau

Um archäologische Funde richtig aufbewahren und ausstellen zu können, spielen gewisse Faktoren wie Klimatisierung, geeignetes Verpackungsmaterial, Transport, Vitrinenbau sowie die Ausstattung der Ausstellungs- und Depoträume eine große Rolle.

Unsere Restaurator:innen beurteilen die Leihfähigkeit, erstellen Zustandsprotokolle von gewünschten Funden und beraten Interessierte bei Neu- und Umbauten der Ausstellungsarchitektur sowie den passenden Vitrinen.

Regelmäßig sind die Restaurator:innen in unseren und externen Museen unterwegs, um den Aufbau von Sonderausstellungen zu begleiten.

3D-Scan

Die 3D-Erfassung bietet die Möglichkeit empfindliche archäologische Funde berührungs- und zerstörungsfrei im dreidimensionalen Raum zu erfassen und digital zu dokumentieren.

Hierfür kommt der CultArm3D zum Einsatz, dieses hochmoderne System trägt dazu bei, die Aufgaben der Restaurierung wie Bewahren, Erhalten und Vermitteln zu komplettieren.

Der CultArm3D arbeitet mit dem Verfahren der Fotogrammetrie, einer zerstörungsfreien Methode zur Erfassung und Rekonstruktion dreidimensionaler Objekte. Mittels eines Roboterarms wird aus exakten Positionen eine Serie von Fotografien eines Objektes aus verschiedenen Winkeln aufgenommen. Diese Bilder werden dann mithilfe spezieller Software verarbeitet, um die räumliche Struktur des Objektes zu rekonstruieren. Die Software erkennt gemeinsame Punkte in den Bildern und berechnet deren Verhältnis zueinander, woraus ein 3D-Modell erzeugt wird.

Die 3D-Modelle können für die Vermittlung oder für einen wissenschaftlichen Austausch genutzt werden.