Im keramischen Material konnten mehrere Gefäßfragmente identifiziert werden, die aufgrund ihrer charakteristischen Merkmale eine Einordnung in den späten Rössener Zeithorizont ermöglichen. In den lederharten Ton der sorgfältig geglätteten Gefäßoberflächen wurde mithilfe von knöchernen oder hölzernen Geräten die charakteristischen Verzierungen und Motive der Rössener Kultur eingestochen und geritzt. Weitmundige Schüsseln mit gekerbten Rändern, Winkelbänder in Furchenstich oder verzierte Gefäßinnenränder sind nur einige Charakteristika. Weiter liegen verzierte Kugelbecher mit dem sogenannten „Geißfußstich“ vor. Es handelt sich um leicht sanduhrförmige Geräteeindrücke – der typische Rössener Doppelstich. In einigen tiefer gestochenen Elementen lassen sich noch heute Reste einer weißlichen Inkrustationsmasse beobachten, die in die Vertiefungen eingebracht wurde, um einen kräftigen Farbkontrast zur dunkleren Keramikoberfläche zu schaffen.
Aufgrund der kleinteiligen Fragmentierung des Materials konnte nur in einem Fall die vollständige Rekonstruktion eines Gefäßprofils vorgenommen werden. Es handelt sich um eine langovale Wanne mit gekerbten Rand und gegenständigen vertikal verlaufenden Doppelknubben.
Neben den Keramikfragmenten stammen aus den Befunden auch einige Feuersteingeräte. Darunter sind Bohrer, Kratzer und mehrere Spitzklingen hervorzuheben, die sich in ein typisches Fundspektrum der mittleren Jungsteinzeit einpassen.