Nach einer kurzen Begrüßungsrunde durch Prof. Dr. Michael M. Rind, Dr. Erich Claßen und Dr. Sandra Peternek sprach Rabea Everwand von der Oberen Denkmalbehörde des Kreises Steinfurt. Sie berichtete über den Stand der Aufgabenübertragung der Unteren Denkmalbehörden an den Kreis, die im Zuge der Novellierung des Denkmalschutzgesetzes bereits seit Juni 2022 möglich ist. Daran anknüpfend referierte Dr. Kai Niederhöfer über die Denkmallistenführung, die in NRW seit Beginn 2025 nicht mehr den Unteren Denkmalbehörden, sondern den Denkmalfachämtern obliegt, und den Umgang mit Altverfahren zu eingetragenen Bodendenkmälern.
Im zweiten Block – nach einer erfrischenden Kaffeepause – ging es zunächst mit Dr. Marion Brüggler weiter. Sie stellte den Forschungsrahmen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege vor, der als übergeordnetes Mittel dazu dienen soll, Forschungsbedarfe, Ziele und Methoden festzulegen, um Wissenslücken strategisch und interdisziplinär schließen zu können. Anschließend präsentierten Wolfram Essling-Wintzer und Peter Hessel ein Bespiel aus der westfälischen Archäologie. Sie berichteten von der Forschungsgrabung an der Klosteranlage in Lichtenau-Dalheim, bei der erstmalig für die LWL-Archäologie eine andere Art der Dokumentation mittels einer freien Geoinformationssystemsoftware angewendet wurde. Dr. Vera Brieske stellte die Altertumskommission für Westfalen, ihre Aufgaben und die verschiedenen Citizen Science-Projekte vor. Bei letzterem handelt es sich um Projekte, bei der Bürgerbeteiligungen im Rahmen von wissenschaftlichen Fragestellungen eine zentrale Rolle spielen und die die Forschungen der Altertumskommission in den vergangenen Jahren weit vorangetrieben haben.