Dass sich die Gruben überhaupt erhalten konnten, lag an dem Glücksfall, dass sich eine Schwemmschicht über sie gebildet hatte, worüber sich anschließend der Oberboden aufbaute. Unter diesem als Kolluvium angesprochenen Bodenhorizont lagen die Gruben all die Jahrhunderte über geschützt. Die Stellen, an denen beim Oberbodenabtrag bereits unter das Kolluvium eingegriffen worden war, wurden bei der Sachverhaltsermittlung komplett untersucht. Da dennoch von weiteren archäologischen Funden und Befunden im Areal ausgegangen werden muss, wurde mit den Bauherren besprochen, dass bauseitig nicht unter das Kolluvium in den Boden eingegriffen werden darf und stattdessen aufgebaut wird. Ganz im Sinne der Philosophie der LWL-AfW, die sich als Dienstleister versteht, werden so den Bauherren die Kosten einer kompletten Ausgrabung der mittelalterlichen Siedlung erspart und das Bauvorhaben nicht verzögert. Dadurch, dass die Befunde somit für nachfolgende Generationen erhalten bleiben, ist der Auftrag der Bodendenkmalpflege erfüllt.
Bei zukünftigen Maßnahmen in Ense wissen die Archäolog:innen nun, dass der Ort nicht nur eine Hotspot der Ur- und Frühgeschichte war, sondern auch noch im späteren Mittelalter Menschen hier außerhalb der heutigen Ortskerne siedelten. Neben Steinartefakten müssen sie also ab sofort auch vermehrt auf Kugeltöpfe achten.