Manchmal gehen Informationen über archäologische Fundstellen verschlungene Wege, bevor sie bei der LWL-Archäologie für Westfalen landen. So bescherte uns ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1990 und eine damit verbundene Anfrage eine ganze Reihe neuer bzw. noch nicht erfasster Bodendenkmäler in Hörstel.
Und das kam so: Bereits in den 1980er-Jahren sollte eine urgeschichtliche Grabhügelgruppe auf dem Harkenberg bei Hörstel in die Denkmalliste eingetragen werden. So berichtete der besagte Zeitungsartikel. Ende 2025 rief schließlich Dr. Klaus Offenberg, seines Zeichens ehemaliger Revierförster in Bevergern und Autor verschiedener Publikationen, die sich mit dem Wald und der Geschichte der Region befassen, bei der Außenstelle Münster an, um sich über diese Grabhügel zu informieren bzw. ob sie mittlerweile eingetragen wurden.
Ein kurzer Blick in die Datenbank ergab, dass es sich um ein nicht abgeschlossenes Altverfahren handelt. Diese werden seit Ende 2023 durch die neu geschaffenen Stellen zur Führung der Denkmalliste bei der LWL-Archäologie aufgearbeitet. Bodendenkmäler, deren Eintragung aus unterschiedlichen Gründen von den Unteren Denkmalbehörden der Kommunen nicht vollzogen wurden, werden nun erneut vor Ort begutachtet, um Veränderungen und Schäden zu dokumentieren und um eine Grundlage für ein neues oder aktualisiertes Denkmalwertgutachten zu erhalten – so auch die Grabhügel auf dem Harkenberg.
„Kennen Sie denn auch den Huckberg?“, fragte Herr Offenberg in diesem Zusammenhang. Dort gebe es auch viele menschliche Hinterlassenschaften, die er als ehemaliger Förster im Wald beobachtet hat. Tatsächlich war der Huckberg bis dahin in der Fundstellen-Datenbank der LWL-Archäologie „terra incognita“: Uns war dort nichts bekannt.