Im Jahre 2004 sollten Mitglieder des Höhlenvereins Kluterthöhle e.V. aus Ennepetal die hydrologischen Verhältnisse der in den 1980er Jahren entdeckten sog. Blätterhöhle im Dolomimassiv des Weißen Steins in Hagen-Holthausen (Südwestfalen) näher erforschen. Dass sie dabei auf zahlreiche Tier- und vor allem Menschenknochen stießen, war unerwartet. Diese herausgebrachten ersten Funde lagen glücklicherweise in von Dachsen aufgewühlten Sedimenten nahe zur Oberfläche.
Die zunächst durch die Stadt Hagen, dann von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, der Universität zu Köln, der Freien Universität Berlin und seit 2015 durch die LWL-Archäologie für Westfalen aus Mitteln der Denkmalförderung des Landes NRW finanzierten Grabungen in und seit einigen Jahren primär vor der Höhle haben für Nordwesteuropa neue Erkenntnisse zur Deponierungspraxis frühmesolithischer (frühmittelsteinzeitlicher) und spätneolithischer (spätjungsteinzeitlicher) Menschen in einer Höhle, deren Ernährungsweise und ihrer DNA ergeben.