04.03.2019

Freiwilligendienst in der LWL-Archäologie in Olpe 2018/2019

Arbeiten im „Dreck“: Freilegen von eisenzeitlichen Befunden (Foto: LWL-AfW Olpe)

Ein „Erlebnisbericht“ von Arne Koch

Ich bin Arne Koch und mache nun seit September letzten Jahres, also gut ein halbes Jahr, ein BFD (Bundes Freiwilligen Dienst) in der LWL-Archäologie in Olpe. Aber warum? Weil mich Archäologie interessiert – doch Olpe war eher ein Zufall. Ich hatte keine Ahnung, wo es liegt und kannte den Namen nur aus dem Radio vom Wetterbericht.

Meine Tätigkeiten hier in der Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen sind vielseitig: von der Aufarbeitung von Altakten mit teilweise fast 100 Jahre alten Berichten, über Grabungen, Baubegleitungen und Sondagen bis hin zur Fundbearbeitung. Bei der Fundbearbeitung reinigt man Funde, wiegt sie teilweise, schreibt Fundlisten und bereitet sie für den Transport ins Archiv oder zur Restaurierung vor. Außerdem werden auch schon mal manche Funde fotografiert und die Bilder dann mit Photoshop bearbeitet.

Übung macht den Meister: Fotografie und Photoshop (Foto: LWL-AfW Olpe/Arne Koch)

Bei diesen Arbeiten fiel mir dann auch Folgendes in die Hände: eine Patoh 501 Tele-Electronic-Flash-Camera, welche im Rahmen einer Sondierung zufällig gefunden wurde. Also habe ich mal probiert, etwas über sie herauszufinden, Herstellungszeitraum etc., mit dem Ergebnis, dass nichts zu finden ist. Ich habe nicht mal etwas über die Marke herausfinden können, nur auf eBay gab es ein paar Angebote der selben Kamera und ein paar Uhren der selben Marke. Jetzt stellt sich für uns nur noch die Frage, da in der Kamera auch noch ein Film ist, lässt der sich wohl noch entwickeln? Anhand der Kamera habe ich mich weiter im Umgang mit dem Fotostudio üben können, natürlich habe ich nicht mehr mit der Kamera fotografieren können, aber ich konnte diese fotografieren, eines der gemachten Bilder habe ich dann mit Photoshop nachbearbeitet.

Vermessungstechnik bei Sonnenschein, archäologische Begleitung einer Bautrasse (Foto: LWL-AfW Olpe)

Meine Aufgaben hier sind also sehr vielseitig und man kommt relativ weit rum, da das Einsatzgebiet der gesamte Regierungsbezirk Arnsberg ist, was dann auch schon mal über zwei Stunden Fahrt zu einer Baubegleitung für ein kleines Einfamilienhaus bedeuten kann. Die Arbeit macht Spaß, da man immer noch was Neues dazulernen kann und ist genau das Richtige, um einen Einblick in die Archäologie zu bekommen. Für Jemanden, der nichts mit Geschichte anfangen kann oder sich nicht schmutzig machen will, wäre es allerdings nichts. Aber der BFD bzw. das FJD (Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege) besteht nicht nur aus der Arbeit in der Einsatzstelle, sondern auch aus sieben bzw. sechs Seminaren, in denen man noch viel über Denkmalpflege, Handwerk und auch Politik lernen kann. Dort sind dann alle Freiwilligen aus Westfalen-Lippe dabei und da alle irgendwie ähnliche Interessen haben, versteht man sich auch mit allen gut. Daher kann ich Jedem, der sich für Archäologie oder Denkmalpflege interessiert, so ein Jahr nur empfehlen. Egal ob man vorhat, in dieser Richtung etwas zu studieren oder einfach nur gerne einen genauen Einblick hätte.

Da mein Jahr zum 1. September endet, können sich interessierte Nachfolgerinnen und Nachfolger sehr gerne bei Folgender Adresse weiter informieren:

 

ijgd Jugendbauhütte Westfalen

Ulrichertor 4
59494 Soest

Postfach 1506
59475 Soest
Tel.: 02921 - 981 5555
Fax: 02921 - 981 5554
fsj.denkmal.westfalen@ijgd.de

Kategorien: Außenstelle Olpe · Hinter den Kulissen

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