Und der Boden hielt noch weitere Überraschungen bereit!
Die Ausgrabung deckte jetzt aber einen Gebäuderest auf, den ein jüngeres Backsteingebäude teilweise zerstört hatte (Abb. 5). Der Steinkeller entstand im 16. Jahrhundert. Er gehörte zu einem Fachwerkhaus, das traufseitig zur Clarenstraße stand. Vom Nachbarhaus war es durch eine Erschließungsgasse getrennt, die in den Garten auf der straßenabgewandten Seite führte. Der Keller hatte einen sorgfältig gepflasterten Fußboden und weiß verputzte Innenwände (Abb. 6). Auch ein Lichtschacht und der Kellerzugang mit einem Schwellenstein aus einer sekundär verwendeten Türlaibung hatten sich erhalten.
Die Funde aus der Kellerverfüllung (Abb. 7) zeigen, dass das Gebäude im 18. Jahrhundert aufgegeben wurde. Sie belegen außerdem, dass es mit einem Kachelofen ausgestattet war, der für behagliche, rauchfreie Wärme sorgte, und dass es teilweise über bemalte Glasfenster verfügte – beides spricht für einen gewissen Wohnkomfort.