20.04.2020

Neuerung bei Erstgesprächen für angehende Sondengänger

Die Lizenz zum Suchen

und die Auswirkungen der Corona-Krise

Schon seit einigen Jahren sind in Westfalen-Lippe im Rahmen des Antragsverfahrens für eine Erlaubnis nach § 13 DschG NRW persönliche Erstgespräche von angehenden Sondengängern mit den für sie zuständigen Wissenschaftlern der LWL-Archäologie für Westfalen vorgesehen.

Dabei werden den Interessenten alle Informationen dazu vermittelt, wie eine legale Ausübung des Suchens mit der Metallsonde möglich ist, wie und wo der Antrag dazu gestellt werden muss und was bei der Suche im Gelände zu beachten ist.

 

In der Außenstelle Bielefeld wurden diese obligatorischen Erstgespräche in den letzten Jahren mit jedem Sondengänger einzeln geführt. Die steigende Zahl an Sondengängern und der somit steigende Zeitaufwand für diese Gespräche machten es aber letztlich erforderlich, dieses Format zu überdenken. Daher hatte die Außenstelle Bielefeld beschlossen, beginnend mit dem Jahr 2020 die Erstgespräche nun als Sammeltermine abzuhalten.

Die Sammeltermine für angehende Sondengänger finden im Sozialraum der Außenstelle Bielefeld statt.

 Geplant waren für 2020 zehn über das Jahr verteilte Termine, die jeweils an einem Freitag um 14 Uhr für bis zu zehn Personen stattfinden sollten. Vermittelt werden dabei dieselben Informationen wie in den Einzelterminen.

Schritt für Schritt werden den Interessenten die wesentlichen Aspekte des legalen Suchens mit der Metallsonde in Westfalen-Lippe vermittelt.

 Zudem haben die angehenden Sondengänger hier aber nun auch Gelegenheit, Gleichgesinnte aus der Region kennenzulernen. Diese Neuorganisation lief mit den ersten beiden Terminen im Januar und Februar gut an und das Format erwies sich als praktikabel.

Jeder Teilnehmer an den Sammelterminen erhält ein Informationspaket aus verschiedenen Vorlagen für das Antragsverfahren und die Dokumentation von Funden, Flyern und Broschüren sowie eine Teilnahmebestätigung

Und dann kam die Corona-Krise.

 

 Aufgrund der durch die Pandemie erforderlichen Schutzmaßnahmen dürfen derzeit in den Diensträumen keine Termine mehr mit Publikum stattfinden, und alle Kolleginnen und Kollegen befinden sich soweit es ihre Aufgaben zulassen im Homeoffice.

 

 Neue Interessenten für das Hobby des Suchens mit dem Metalldetektor müssen sich daher leider bis auf weiteres gedulden. Sie erhalten von uns aber selbstverständlich wie bisher schon vorab erste Informationen zum Thema. Sollten sie daraufhin bereits einen Antrag stellen wollen, wird das Antragsverfahren aber solange ruhen müssen, bis die Erstgespräche wieder stattfinden können.

 

 Leider kann im Moment niemand absehen, wann wir wieder Termine in unserer Dienststelle abhalten können, aber sobald dies wieder möglich ist, setzen wir uns zeitnah mit allen bis dahin registrierten Interessenten in Verbindung und vereinbaren eine Teilnahme an einem der Sammeltermine. Diese können bei Bedarf dann auch in engerer Taktung stattfinden, als die ursprünglich für 2020 vorgesehenen Termine. Bis es soweit ist, danken wir allen Interessenten für Ihre Geduld und Ihr Verständnis!

 

Text: Julia Hallenkamp-Lumpe

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Kategorien: Außenstelle Bielefeld · Hinter den Kulissen

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