Schaufeln, Kellen und weitere Utensilien finden ihren Weg aus dem vollgepackten Transporter und Anhänger in die Lagerräume der Außenstelle Olpe. Unterlagen werden sortiert, die Daten der Vermessungsinstrumente und Digitalkameras zur weiteren Bearbeitung in den Computer eingegeben. Die Inhalte der Fundtüten werden auf zahlreichen Tischen großflächig ausgelegt.
Nach sechzehn Tagen und 3500 untersuchten Quadratmetern endet die Feldarbeit in Fröndenberg – „Im Sundern“, die eigentlich bereits vor Jahren mit der Aktivität von Michael Becker, engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen, begonnen hatte. Seine vielen Lesefunde deuteten bereits seit langem an, dass die dortige Region seit Tausenden von Jahren immer wieder von Menschen aufgesucht worden war. Ein Bauvorhaben im Umfeld einiger seiner Funde veranlasste dann 2015 eine eintägige Voruntersuchung, bei der durch einen ca. 70 x 4 m großen Baggerschnitt der Oberboden abgetragen und eine befundführende Schicht freigelegt worden war. In ihm konnten mehrere Befunde, z.B. eine Abfallgrube mit Tierknochenresten und Gruben mit eisenzeitlichen Keramikscherben, dokumentiert werden.