Sie liegt in den Resten der Kupferverhüttung und der engen Verbindung zu den Sachsenkriegen Karls des Großen. Die neue LWL-Publikation von Dr. Kristina Nowak-Klimscha (Museum Nienburg, Niedersachsen) fasst die Ergebnisse erstmals zusammen. Sie zeigt die Wüstung Twesine als Spielball der macht- und wirtschaftspolitischen Interessen des fränkischen Kaisers.
Dass die Fläche in Sichtweite des Eresberges, dem Standort der frühmittelalterlichen Eresburg, archäologisch bedeutend ist, war bekannt. Was die Archäologen dort fanden, aber ist eine Überraschung: Bei Untersuchungen im Rahmen der Erweiterung des Gewerbegebietes „Vor dem Schlage“ stießen sie auf Spuren einer ehemaligen Siedlung mit wertvollen Hinweisen auf frühmittelalterliche Kupferverhüttung. Diese zählen zu den ältesten Zeugnissen der Verhüttung von Kupfererz in der Region und festigen deren Stand als eines der bedeutendsten Erzreviere Mitteleuropas.
Gleichzeitig unterstreicht die Publikation die Bedeutung des Diemeltals für die frühgeschichtliche Besiedlungsgeschichte des östlichen Westfalens.
Nähere Informationen: http://www.lwl-archaeologie.de/de/Publikationen/baw/baw-54/