Umfassende Übersicht zur südwestfälischen Montanlandschaft und angrenzender Regionen erschienen

27.01.2023 Michael Baales

Felsenmeer bei Hemer (Märkischer Kreis), Bergbau-Karst-Komplex Bärenhöhle. Blick in eine während des Hochmittelalters ausgeräumte, ehemals erzhaltige Schlotte. – Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/T. Poggel

Umfassende Übersicht zur südwestfälischen Montanlandschaft und angrenzender Regionen erschienen

Neuer open access-Artikel der LWL-Archäologie für Westfalen

Im letzten Jahrzehnt hat die Erforschung der Montanrelikte in Südwestfalen bzw. der südwestfälischen Montanlandschaft einen großen Aufschwung genommen. Verantwortlich hierfür ist Dr. Manuel Zeiler, der als ausgewiesener Montanspezialist seit 2012 wissenschaftlicher Referent in der Außenstelle Olpe ist. Seine Arbeiten und Projekte zu montanarchäologischen Themen von der Vorrömischen Eisenzeit bis in die Neuzeit hinein, die er in enger Kooperation mit den örtlichen Vereinen und dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum durchführt (natürlich wesentlich unterstützt durch die Kolleginnen und Kollegen der Außenstelle Olpe), haben zu vielen neuen und wichtigen Erkenntnissen geführt. Die hohe Bedeutung Südwestfalens als ein über 2500 Jahre aktives Montanrevier konnte zwar bisher schon anhand einer Vielzahl von Berichten (auch hier in unserem Blog), wissenschaftlichen Beiträgen sowie öffentlichen Vorträgen und solchen vor einem Fachpublikum abgelesen werden. Doch nun ist ein im open access erschienener, umfangreicher Beitrag greifbar, der die neuen Erkenntnisse zu den Relikten und Entwicklungen der Montanlandschaft Südwestfalen und direkt angrenzender Regionen umfassend in den Blick nimmt, und zwar für die Zeit von der Vorrömischen Eisenzeit bis in das Hochmittelalter. Neben Manuel Zeiler sind Jennifer Garner vom Deutschen Bergbau-Museum und Rolf Golze vom Altenberg & Stahlberg-Verein in Müsen (Hilchenbach, Siegerland) Mitautorin bzw. Mitautor. Diese Autorenschaft spiegelt damit die oben skizzierten Kooperationen wider.

Ich danke den dreien für ihre intensive Arbeit an diesem Thema und die Zusammenstellung dieses Artikels, der den aktuellen Forschungsstand eindrücklich repräsentiert und nachvollziehen lässt (ein angehängtes Glossar macht diesen Beitrag auch für Nichtspezialist:innen leichter zugänglich). Ebenso sei der Redaktion in Person von Ulrich Lehmann sowie allen weiteren Beteiligten in Münster für ihre sorgfältige Arbeit gedankt, sowie allen, die es ermöglicht haben, derartige wichtige Beiträge für alle Interessierte im open access frei zugänglich zu machen.

Michael Baales

 

Link zum Forschungsbericht:

https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/afwl/article/view/93775/88478